Bachata

Die Bachata ist eine aus der Dominikanischen Republik stammende Tanzmusikgattung.

 

Der Tanzschritt besteht aus einer Reihe von einfachen Schritten, die schnell zu erlernen sind. Das Tempo muss gehalten werden während die Arme des Mannes die Frau führen.

 

Bei Könnern sind die Schritte und die Führung sehr repertoirereich und generell, wie bei der Salsa und Tango, ist eine gute Führung sehr wichtig. Bachata ist ein sinnlicher und verführerischer Tanz, kann sehr eng und auch auf Abstand getanzt werden. Die „richtigen“ Bewegungen dazu verbergen sich oft in kleinen Details, dem richtigen Timing und fließenden oder punktgenau akzentuierten Bewegungen. Es haben sich eine Vielzahl von Stilen entwickelt, wir gehen nachher noch darauf ein, die nicht alle in Trier unterrichtet werden können.

 

Abgeleitet ist die Bachatamusik vom lateinamerikanischen romantischen Bolero, abzugrenzen vom gleichnamigen spanischen Bolero, und beeinflusst vom kubanischen Son und der Merengue. Den charakteristisch hohen Klang der akustischen oder elektrischen Gitarren, den 4/4-Takt und die ursprüngliche Verwendung einer Güira, Bongos und Bass sind in den unten stehenden Videos oder in der Musikplaylist gut zu hören. In den aktuellen Bachatastücken werden zusätzlich auch Congas, Saxophone und Pauken gespielt sowie die Fusionen mit anderen Musikgattungen umgesetzt, wie beispielsweise bei der Bachatango.

 

Die Musik entstand Anfang der 1960er Jahre, in der Zeiten der Land-Stadt-Migration, in den Bars und Bordellen am Stadtrand von Santo Domingo. Sie wurde anfänglich als Musik der ärmeren Bevölkerungsschichten bewertet und wegen der melancholischen Texte über die Leidenschaft der Liebe, Sehnsucht, Desillusionierung, Eifersuchtsdramen, erotischem Verlangen und Vorwürfen oftmals als „Música de amargue“ (Musik der Bitterkeit) bezeichnet.

 

Anfänglich galt Bachata als vulgäre, erotisch-sexuell doppelsinnige Musik und war wenig verbreitet. Ab den 80er Jahren wurde sie deutlich populärer. Insbesondere durch das 1982 aufgenommene Lied „Pena“ von Luis Segura, sehr schmachtend im Klang, gelang es der Bachata sich von der Ablehnung zu befreien, die sie in Teilen der Mittel- und Oberschicht hervorrief.

Heute kann man von zwei wichtigen Extremen oder Polen sprechen, der Bachata domenicana, also der ursprüngliche Bachata aus der Dominikanischen Republik, die schnell getanzt wird, und der in den letzten Jahren entwickelten Bachata sensual, durch welche die Bachata nochmals auflebte, mehr Aufmerksamkeit erlangte und für die sich eine eigene Szene entwickeln konnte.

Die in Spanien entwickelte modernere Bachata sensual wird auf modernere und langsamere Musik getanzt. Der Bachata, als einfache Plattform, wurden viele moderne Bewegungsabläufe beigemischt, neben Bewegungen aus dem Zouk und dem Tango, die weitgehend nicht den lateinamerikanischen Tänzen zugeordnet werden können.

Zwischen den beiden Polen Bachata domenica und Bachata senusal gibt es viel Raum für Kreativität und den verschiedensten "definierten" Stilen, die teils eben nur von einzelnen Tanzpaaren/Unterrichtenden mit Eigennamen bezeichnet wurden.

So kenn man beispielweise folgende Stilbezeichnungen:

  • Bachata domenicana

  • Traditional bachata

  • Bachata moderna

  • Bachata elegante

  • Bachatango

  • Bachata fusión

  • Bachata sensual

 

Man selbst muss „seinen Stil“ nicht genau zuordnen. Die Bachata entwickelt sich und darf persönlich weiterentwickelt werden. Der Fußarbeit sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden und der Rest, der kommt fast von alleine.

 

Zwischenzeitlich wurde die Bachata von der UNESCO zum immateriellen Erbe der Menschheit erklärt.

 

Genug der Theorie, in den Videos erkennt man schnell den Reiz der Bachata und selbst umgesetzt macht es sowieso am meisten Spaß. Nur Mut, der Einstieg in die Basistechniken ist einfacher als es hier scheint.

Während man oben in den ersten Videos die Bachata moderna und die dominikanisiche Bachata sehen kann, folgen jetzt Impressionen der Bachata sensual. Aber, wie schon geschrieben, die Stile sind oft nicht klar zuzuordnen.