Was ist Salsa?!

Was ist Salsa?!

Die Salsa ist Musik und Tanz, sie ist vielfältig, lebendig, gibt Raum für Lebensfreude, macht glücklich und kann süchtig machen. Die Salsa ist nicht nur Musik und Tanz sondern ein Lebensgefühl.

Zur Salsamusik bekommt man den erst den richtig Bezug, wenn man sich auch zu ihr bewegen weiss. Dafür erlernt man einen variantenreicher Tanz, die Salsa ("Soße"), als eine Fusion von in Sessions vermischten Tanzarten und Rhythmen alter europäischer Hoftänze, puertoricanisch afrikakaribischen Rhythmen und dem amerikanischen Big-Band Jazz. Der Salsa als Sammelbezeichnung kann man kein einheitliches Rhythmusmodell zuordnen. Es handelt sich um eine polyrhythmische Struktur, doch basieren alle Salsa-Stile auf einem 4/4 Takt. Der Grundschritt wird auf zwei Takten getanzt, weshalb man für ihn acht Schläge zählt.

Die Salsa wird in der Regel zu zweit getanzt. Geübte können auch zeitgleich zwei Frauen führen oder man tanzt die Salsa in einer großen Runde als "Rueda de casino".

 

Es kommt beim Tanz weniger auf perfekte komplexe Figuren sondern vielmehr auf Rhythmus, Timing, Führung und die soziale Interaktion an. Doch dies will auch gelernt sein und professioneller Unterricht ist in der Regel unverzichtbar. Nur wenn man den Tanz als Führender einigermaßen kann, macht die Salsa auch dem Tanzpartner Spaß. Der Grundschritt ist dem ersten Anschein nach sehr schnell erlernt und doch braucht man für den stimmig aussehende, den perfekten Grundschritt, gerne einige Jahre Erfahrung. Ähnlich ist es bei den einfachen oder komplexen Figuren, in die der (anfänglich schnell überforderte) Mann die Frau führt. Sie wollen im Deteil gelernt, entsprechend angeleitet und geübt sein.

 

Der Führende lässt seine Tanzpartnerin gut aussehen, ist aufmerksam und hält die individuell gebotene Distanz oder Nähe ein, so dass es ein harmonisches Miteinander ist. Der Tanz soll allen Spaß machen, darf überraschen, Glücksmomente schenken und optimalerweise Lust auf einen zweiten Tanz oder dritten Tanz wecken.

Der Tanz hat in der Evolution des Menschen immer schon eine wichtige Funktion zum Finden eines geeigneten Partners eingenommen. Das Werben um eine Frau, so wie auch das um sich werben lassen, ist ein Teil des Tanzes, den man nicht verneinen kann. Bei der Salsa muss dies aber keineswegs im Vordergrund stehen. Oft sind bei der Salsa die wesentlichen Aspekte die soziale Interaktion, das gemeinsame Spaß am Tanz oder der Gruppendynamik haben.

 

Die Salsa entspricht, als Beispiel, nicht dem kubanischen Werbetanz "Guaguancó", kann aber ähnlich werbend, sinnlich erotisch und auch mal provokant getanzt werden, was nun nicht mit einem engen Körperkontakt gleichzusetzen ist. Genau so ist das bei der Bachata und Kizomba, die auf einer Salsaparty auch mal im Wechsel zur Salsa getanzt werden. Ein Anlass, ein paar Worte zum Partnerwechsel zu schreiben:

Der Partnerwechsel gehört zu Salsa und zumindest früher sprach man im Unterricht von einer "goldenen Regel", man solle nur zwei Lieder mit einer Person tanzen, im Ausnahmefall vielleicht noch ein drittes Stück.

  • Nur durch das konsequente Wechseln der Tanzpartner kann man zu einem guten Tänzer oder einer guten Tänzerin werden. Es ist wichtig, sich immer wieder neu einzulassen, sich neu einzustellen, bei der Führung nachzujustieren, sich in den Figuren "neu zu verknüpfen" und sich selbst zu korrigieren.

  • Der konsequente Partnerwechsel hilft, sich höflich eines Tanzpartners zu entledigen, mit dem der Tanz entgegen der Hoffnung wenig Spaß gemacht hat.

  • Eifersüchteleien wird entgegengewirkt, weil sich der Lebens(abschnitts)gefährte/in nicht zu sehr auf eine Person fokussiert. So macht der gemeinsame Besuch von Salsapartys weiterhin stressbefreit Spaß.

  • Dies Szene bleibt lebendig, weil bei einem eventuellen Paar-, Männer- oder Frauenüberschuss trotzdem im Wechsel mit allen Anwesenden getanzt wird.

Die Salsa hat Suchtpotential ... und man kann nicht früh genug mit ihr anfangen.

Folgend ein paar Videos, was Salsa bedeuten kann, inkl. der oben erwähnten Guaguancó: